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OCEANS  SEVEN

WAS IST OCEANS SEVEN?

Beim Projekt "Ocean's Seven" handelt es sich um sieben extreme Herausforderungen im Freiwasserschwimmen.

Diese können mit einem Ironman verglichen werden. Der Athlet muss über seine persönlichen Grenzen hinauswachsen, um bei den Durchquerungen unter erschwerten Bedingungen zu reüssieren. Das Durchhaltevermögen spielt dabei eine zentrale Rolle, denn die Schwimmdistanzen betragen zwischen 16 - 50 km und können aufgrund des Wellengangs, dem Wind und den starken Strömungen variieren.

DIE ETAPPEN

North Channel

​zwischen Irland und Schottland

Cook Strait

zwischen der nördlichen und südlichen Insel Neuseelands

Kaiwi Channel

zwischen Molokai und Oahu auf Hawaii

English Channel

zwischen England und Frankreich

Catalina Channel

zwischen Catalina und Kalifornien

Tsuguru Channel

zwischen Honshu und Hokkaido

Strait of Gibraltar 05.04.2014

zwischen Europa und Afrika

SCHWEIZERREKORD

STRAIT OF GIBRALTAR

Erfolgreiche Schweizer

Im April 2014 habe ich als dritter und jüngster Schweizer in Rekordzeit die Strasse von Gibraltar durchschwommen. Um mein erstes Etappenziel erfolgreich zu meistern, kämpfte ich gegen starken Wellengang und noch stärkere Strömungen bei Wassertemperaturen um die 12° C. Der starke Willen, der klare Fokus und nicht zuletzt mein enormes Durchhaltevermögen führten zum Erfolg.

FACTS

Von // Tarifa Island (ESP)

Nach // Punta Leona (MAR)

Distanz (Luftlinie) // 14 km

Distanz (effektiv) // 21 km

Wassertemperatur // 12° - 14° C

Datum // 05.04.2014

Start // 09:17 UTC

Ziel // 13:14 UTC

Zeit // 3 h 57 min 10 s

Problemstellungen

starke Strömungen, unberechenbare Wasserbedingungen, heftige Winde und viel Schiffsverkehr

1.VERSUCH

KAIWI CHANNEL

Quallenalarm

Um 19:40 Uhr hawaiianische Ortszeit startete ich in Molokai (USA) zu meiner grössten und schwierigsten Durchquerung in meiner Schwimmkarriere, dem Kaiwi Channel. Soloschwimmen: 44 - 50km alleine im dunklen Pazifik.

 

Rund eine Woche während meines Zeitfensters mussten wir auf den perfekten Tag warten, da die Hawaii-Inseln von Tropenstürmen umgeben waren und die Ausläufer der Stürme den Inseln schlechtes Wetter besorgten. Die Winde waren zu stark und die Wellen zu hoch, um eine Durchquerung zu wagen. Aufgrund der Gezeiten lief es auf eine nächtliche Durchquerung aus.

 

Am 12. Oktober 2016 war der Tag gekommen, um die Challenge in Angriff zu nehmen. Um 15:00 Uhr flogen wir von Oahu auf die Insel Molokai und bereiteten uns planmässig auf den Start vor. Gezeiten, Wind und Wellengang stimmten, um den Start in Erwägung zu ziehen. Bei kompletter Dunkelheit und klarem Sternenhimmel startete ich um 19:40 Uhr auf der Insel Molokai, nachdem die Crew durch hohen Wellengang aufs Begleitboot geschwommen war. Nur die Leuchtstäbe (Glow-Sticks) gaben mir ein kleines bisschen Licht, welches im Wasser wie Polarlicht erschien und die Mikororganismen erscheinen liess.

 

Ich stürzte mich in die Wellen des finsteren Pazifiks und 45km vor mir lag die Insel Oahu, das Ziel meiner Träume. Rasch nahm ich Kurs auf das Begleitkajak, welches ebenfalls mit Leuchtstäben ausgestattet war. Ich fokussierte mich auf die Leuchtstäbe am Kajak und schwamm in gutem Rhythmus in Richtung Oahu. Nach gut 20 Minuten Schwimmzeit fühlte ich an meinem Körper, dass sich Quallen in unmittelbarer Nähe befinden mussten, da mich abgestorbene noch brennende Fäden von Quallen berührten. Sehen konnte ich nichts, ich war alleine im finsteren Pazifik.

 

Kurze Zeit später bewahrheitete sich meine Vermutung und ich schwamm in ein Quallenfeld von portugiesischen Galeeren, welche mich von Kopf bis Fuss erwischten. Die Crew reagierte rasch und leistete erste Hilfe anhand von schmerzlindernden Medikamenten, damit ich die Durchquerung fortsetzen konnten. Selbst während der medizinischen Versorgung musste ich weitere Quallenstichen hinnehmen. Die Schmerzen waren unbeschreiblich hoch, doch die Crew motivierte mich zum Weiterschwimmen. Ich schwamm weiter. Nach weiteren 5 Minuten wurde ich erneut von Kopf bis Fuss erwischt, die Schmerzen wurden noch stärker und der Schwimmrhytmus verfiel. Nach einer weiteren Versorgung durch die Crew setzte ich den Schwimmmarathon fort, doch die Schmerzen waren bereits fast unerträglich.

 

Weitere 5 Minuten verstrichen bis ich von weiteren portugiesischen Galeeren von Kopf bis Fuss erwischt wurde. Die Fäden hingen unter der Schwimmbrille sowie auch an den Zehen fest. Mein Kajaker Steve entfernte mir diese rasch, doch kurz darauf tritten Lähmungserscheinungen am linken Arm auf. Der Zeitpunkt war gekommen, wo mir die Meeresbewohner meine Grenzen aufzeigten. Die Schmerzen unerträglich. Ich musste aufgeben.

 

Der finstere Pazifik hatte mir meine Grenzen aufgezeigt, mich bereits in der ersten Stunde aus dem Element Wasser verbannt. Die Crew holte mich aufs Begleitboot und leistete medizinische Erstversorgung. Mit vollem Speed ging es per Schiff nach Honolulu.

 

Der Traum Kaiwi Channel war fürs Erste geplatzt. Doch ich gebe nicht auf und werde mich wieder in diese Gewässer wagen.

FACTS

Von // Molokai (USA)

Nach // Oahu (USA)

Distanz (Luftlinie) // 42 km

Distanz (effektiv) // 45 - 55 km

Wassertemperatur // 12° - 14° C

Datum // 12.10.2015

Start // 19:40 UTC

Abbruch // 20:40 UTC

Zeit // –

Problemstellungen

starke Strömungen, hoher Wellengang, Gezeiten, heftige Winde, Quallen

und aggresive Meeresbewohner